Nasse Abkühlung im eigenen Pool

So viele schöne und warme Tage dieses Jahr bereits im April und Mai – und im Juni ging es fast nahtlos weiter – Herz, was willst Du mehr? Ach ja... wie wäre es mit einer Abkühlung direkt vor der eigenen Haustür? Ein eigener Pool direkt am Heim… das ist doch toll! Einfach ab ins kühle Nass, keine weite Fahrt ins nächste Freibad oder an den eventuell überfüllten Badesee. Die Kinder können den ganzen Tag im eigenen Garten planschen und haben eine Menge Spaß. Doch, worauf muss man achten, wenn man sich ein Schwimmbecken in den Garten bauen möchte.

Gerne geben wir Ihnen hier einige Tipps zum erfrischenden Bad in der eigenen grünen Oase.

Kann man sich einfach so einen Pool in den Garten bauen?

Wer ein festes Schwimmbecken im eigenen Garten haben möchte, braucht eine Baugenehmigung. Daher sollte man bereits bei der Vorplanung bei der zuständigen Behörde nachfragen. Dort erhalten Sie die richtigen Auskünfte zu Ihrem geplanten abkühlenden Bauvorhaben. Die Bauvorschriften für private Pools unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland, daher sollten Sie jeweils genau erfragen:

  1. Form und Umfang der benötigten Planungsunterlagen
  2. Möglichkeiten der Wasserentsorgung
  3. Örtliche Vorschriften zu jeweiligen Grenzabständen

Hält man sich nicht an die vorgegebenen Vorschriften, kann es später Probleme geben.

Ist dies auch für Aufstell-Bassins nötig?

Erfreuliche Antwort: Nein, Schwimmbecken, die ohne Grabungsarbeiten aufgestellt werden, benötigen keine Baugenehmigung.

Welche Pool-Varianten gibt es und wie liegen diese preislich?

Der private Badespaß im Garten muss nicht generell ein teurer Luxus sein. Jedoch sind natürlich - wie oftmals auch in anderen Bereichen – nach oben keine Preisgrenzen gesetzt.

Wer seinen Kindern ein abkühlendes Planschvergnügen bieten möchte, ist mit einem luftgefüllten Bassin schnell dabei. Beim Discounter wird es jetzt gerade in der Sommerzeit mit einfacher Vinylfolile, 60 cm Tiefe, mit 370 Litern Fassungsvermögen z.B. für bereits 15,99 Euro angeboten.

Teurer und auch stabiler sind Pools aus PVC-Folie. Mit 3 m Durchmesser werden diese für ca. 500 Euro angeboten. Ein großer Vorteil: Sie sind schnell aufgebaut und auch schnell wieder weggepackt.

Stahlwand-Pools sind die klassische und auch noch günstige Art zum Aufstellen. myPOOL Rundbecken mit einer Tiefe von weniger als 1,20 m dürfen OHNE Versenkdung im eigenen Garten aufgebaut werden. Der private Heimwerker kann das sicherlich selber machen und spart so die Montagekosten. In Baumärkten gibt es solche Becken als Sets ab 400 Euro aufwärts. Hier sollte auf eine gute Materialqualität geachtet werden. Anschlüsse, Pumpen und das andere Zubehör werden vormontiert mitgeliefert. Der Kostenpunkt liegt hier bei einem Preisniveau ab 5.000 Euro. Auch für Heimwerker ist dieses selber machbar.

Optisch ganz weit oben und wunderschön ist – natürlich – ein Schwimmteich als sich selber reinigendes Naturbecken. Neben der Fläche für den Schwimmbereich braucht es noch dazu viel Platz für die benötigten Pflanzen und kostet je nach Größe ab 10.000 Euro. Hier sollte – auch der Heimwerker – besser Profis an den Aufbau lassen.

Die wohl teuerste Variante ist das fest installierte Edelstahlbecken oder ein Schwimmbecken aus Beton mit Folienauskleidung. Hier geht es im günstigen Bereich ab 20.000 Euro los – zuzüglich Kosten für die Technik. Jedoch sieht so ein Becken natürlich sehr elegant aus und lässt sich leicht reinigen. Ebenso ist es stabil gegen Druck und Beschädigungen. Stahlbecken heizen sich recht schnell auf und halten die Wärme sehr gut.

Wie hoch sind die Betriebskosten für meinen neuen Swimmingpool? 

Nicht nur Kauf oder Bau des neuen Schwimmbeckens kosten. Des Weiteren kommen Ausgaben für Strom, Frischwasser, Reinigung und Pflege und eventuell eine Heizung dazu.

Außerdem fallen für die Saison – geschätzt von Mitte Mai bis Mitte September – kalkuliert für eine Poolgröße von 6 m Länge und 3 m Breite folgende Kosten an:

Wasserkosten für den Pool:

Bei einer Frischwasser-Befüllung von 7 m³ zum Kubikmeterpreis von 2 Euro und einem Wasser-Gesamtverbrauch von insgesamt 15 m³ pro Saison kostet das Poolwasser somit 31 Euro. (ohne Kosten für Abwasser, da diese bei dieser Technik nicht anfallen).

Stromkosten für den Pool:

Eine Umwälzpumpe ist ca. 14 Stunden täglich in Betrieb – dafür werden ca. 6,30 Kilowatt benötigt. Somit ergibt sich bei 30 Tagen monatlich ein Strombedarf von 189 Kilowatt/Monat. Rechnet man mit einem Strompreis von 0,3 Euro pro Kilowatt, macht das 57 Euro pro Monat und somit 228 Euro für die Gesamtsaison.

Somit würden bei diesem Pool für Wasser, Strom und Pumpe also rund 22 Euro pro Monat anfallen.

Vorsicht: Wird der gleiche Pool generell auch beheizt, werden für eine Wärmepumpe nochmals 977 Kilowatt Strom benötigt! Für eine Saison werden also bei Beheizung 272 Euro zusätzlich fällig. Dazu kommen außerdem einmalige Kosten für das Aufheizen von ungefähr 20 Euro. 

Wasserpflege:

Vier Chlortabs (250 Gramm schwer) müssen pro Monat ins Wasser und kosten 5 bis 10 Euro. Für pH-Wert-Senker wird die gleiche Summe nochmals fällig.

Wer bei seiner Poolstruktur am falschen Ende spart, hat später oftmals Probleme mit Rissen im Becken oder Beckenanhebungen bei einem möglichen Grundwasseranstieg – etwa nach Regengüssen. Sehr riskant bei Fertigbecken sind auch die Wasseraus- und -einlässe, speziell in Bodennähe.

Beim Pool-Wasser sparen

Beim Befüllen des Pools lässt sich Geld sparen – z.B. durch eine Gartenwasseruhr am Außen-Wasserhahn, damit das Leitungswasser nicht zu stark zu Buche schlägt. Dieser Außen-Wasserhahn kann bei der Stadt bestellt werden. Es wird dafür gesorgt, dass die Wasserzufuhr für den Garten separat und somit günstiger abgerechnet wird. Normalerweise werden für das Leitungswasser im Haus neben dem reinen Wasserpreis auch die Kosten für die Ableitung berechnet. Wenn aber Rasen oder Beete begießt werden, versickert es ja im Boden und muss somit nicht über einen Kanal abgeleitet werden.

Sicherheit erhöhen?

Ein Pool ist verlockend und ein toller Spaß - und damit immer eine Gefahrenquelle – besonders für Ihre Kinder, aber auch für Haustiere. Darum unbedingt das Grundstück einzäunen, die Abflüsse sichern und den Pool immer abdecken, damit niemand versehentlich hineinfällt.

Ganz wichtig: Die Verkehrssicherungspflicht verlangt, dass Teiche, Pools und auch Regentonnen so abgesichert werden, dass niemand ertrinken oder anderweitig zu Schaden kommen kann.

Weiterführende nützliche Informationen: 

  1. Poolreinigung: So erstrahlt Ihr Schwimmbad wieder wie neu
  2. So bleibt der Pool angenehm warm
  3. Pool richtig beleuchten

Bilder: Luis Echeverri Urrea – stock.adobe.com |

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