Gartenarbeit im Juni – Alle Gartentipps in der Übersicht

Typische Gartenarbeit im Juni – Raus und ran an die Pflanzen!

Zu den typischen Gartenarbeiten im Juni gehört das Pflanzen, Jäten und Ernten. Was muss ich im Juni im Garten machen? Wo fange ich an und was ist wichtig? Mit diesem Beitrag möchten wir Sie informieren, worauf es im Juni bei der Gartenarbeit ankommt.

Die Zeit der starken Regenfälle geht nunmehr langsam zurück, während die heißen und trockenen Tage beginnen. Dies lässt den Boden verkrusten und für Wasser undurchlässig werden. Gegen die Trockenheit hilft das Auflockern mit der Gartenkralle. Zum Schutz des Bodens hilft dann eine Schicht Mulch, wie etwa mit dem anfallenden Rasenschnitt. Schon das Auflockern verbessert die Wasseraufnahmefähigkeit und Oberfläche des Bodens erheblich.

Erntezeit im Juni – Gefahr durch Schädlinge nicht unterschätzen

Im April und Mai wurden viele Vorarbeiten im Garten ausgeführt, die sich jetzt gleich mehrfach auszahlen. Viele Früchte wie Kirschen und Himbeeren als auch Gemüse können jetzt geerntet und nach Herzenslust verzehrt werden. Im Garten befinden sich nunmehr eine Vielzahl von prächtig blühenden Blumen, die den Garten erstrahlen lassen und sich in ihrer Vielfalt geradezu für selbst gebundene Tischsträuße anbieten.

Doch auch im Juni steht noch einiges an Gartenarbeit an. Hierzu gehören regelmäßig wiederkehrende Arbeiten im Juni:

  • Kürzen des Rasens
  • Beschneiden von Obstbäumen oder Blumen
  • Nachsäen von Gemüse

Der verantwortungsvolle Gartenbesitzer muss auch die Gefahren durch Schädlinge und Krankheiten im Auge behalten. Diese sind im Juni besonders hoch, da Schädlinge jetzt Hochkonjunktur haben.

In der Natur kommen viele Schädlinge vor. So befallen Gallmilben jetzt gern die Johannisbeersträucher, während sich die sogenannten Buchsbaumzünsler am Buchsbaum zu schaffen machen. Die Dickmaulrüssler haben es wiederum auf immergrünen Pflanzen abgesehen. Wie jedes Jahr befinden sich am Hibiskus Blattläuse, an Enziansträuchern Weiße Fliege, an Oleander und Zitruspflanzen Schildläuse und an Engelstrompeten Blattwanzen auf dem Vormarsch. An den Blumen, wie zum Beispiel an Geranien, finden wir jetzt Krankheiten wie den Rostpilz und Grauschimmel. Hier sollten Sie jetzt schnell eingreifen und um diese schnell bekämpfen zu können. Sie sollte hierzu regelmäßig die Blätter Ihrer Pflanzen absuchen. Vergessen Sie dabei nicht auch die Unterseiten der Pflanzen zu inspizieren. Durch das frühzeitige einsetzten von Spritzbrühen oder anderen Schädlingsbekämpfungsmitteln erhalten Sie eine bessere Wirkung.

Der Monat Juni bietet die besten Bedingungen für Pilzkrankheiten

Die warmen Tage in Verbindung mit Regenschauern bieten ideale Bedingungen für Pilzkrankheiten. Fruchtpflanzen wie Erdbeeren sollten Sie mit Stroh oder Holzwolle mulchen. Ansonsten liegen die Früchte auf der Erde und beginnen zu faulen. Durch das Mulchen haben Sie lange Freude an den Pflanzen und können den ganzen Sommer immer wieder neue Erdbeeren ernten.

Ebenfalls reagieren Tomaten empfindlich auf Regen. Werden die Früchte oder Blätter nass, droht Ihnen die sogenannte Krautfäule. Sie sollten daher die Pflanzen vor Feuchtigkeit schützen. Dies können Sie durch eine Regenplane oder noch besser durch ein Gartenpro Gewächshaus erreichen.

Tipps für den Tomaten-Anbau

Sie sollten frühzeitig beginnen den Tomatenstiel und die -ranken anzubinden. Dies erfolgt, damit die Tomatenpflanze das Wachstum zur Reifezeit, aufgrund der schweren Last der Früchte, nicht abbricht. Stecken Sie hierzu neben jeder Pflanze frühzeitig einen Holz- oder Bambusstab und binden Sie den Tomatenstiel und die -ranke lose daran fest. Während des Wuchses sollten Sie außerdem die Seitentriebe aus den Blattachseln der Pflanze regelmäßig entfernen. Dies erfolgte einfach durch ausbrechen bzw. ausreisen der Triebe. So verhindern Sie, dass die Kraft der Pflanze in weitere unnötige Triebe geht. Wenn die Triebe wachsen dürfen, werden auch weniger Früchte heranreifen.

Tipps für den Anbau von Paprika- oder Chilipflanzen

Sollten Sie Paprika- oder Chilipflanzen in ihrem Garten anpflanzen, sollten Sie, um den Ertrag der Pflanzen zu vergrößern, die erste Blüte abbrechen. Das Entfernen der sogenannten Königsblüte fördert den Blütentrieb.

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Auspflanzen von Gemüse ins Freie

Im Juni können Sie mit ruhigen Gewissen Jungpflanzen wie Aubergine und Gurke ins Freie setzen, denn es droht kein schädigender Frost mehr. Naturgemäß können Sie Anfang Juni damit rechnen, dass die letzten eisigen Nächte vorbei sind.

Sie können auch noch Salat, Kohl oder Möhren pflanzen, wenn Sie dies im Mai noch nicht getan haben. Sehr beliebtes Fruchtgemüse wie Zucchini, Kürbisse, Wassermelonen, Gurken oder Bohnen können Sie ebenfalls noch stecken. Sie tragen innerhalb weniger Wochen schon die ersten Früchte, wenn sie genügend Wärme und Wasser bekommen. Sie sollten aber auf günstige Folgesaaten und Mischkulturen achten. Auf diese Weise schützen sie die jungen Pflanzen vor Schädlingen und Pilzkrankheiten. Vergessen Sie jedoch nicht die neuen Pflänzchen zu düngen. Dies erfolgte etwa vier Wochen nach dem Einpflanzen und kann zum Beispiel mit Kompost erfolgen.

Im Juni ist es auch für die Aussaat noch nicht zu spät.

Die Erntezeit für Rhabarber ist dagegen im Juni vorbei und sollte ungefähr ab dem 25. Juni nicht mehr erfolgen. Die Stangen des Rhabarbers haben besonders zum Ende ihres Wachstums viel Oxalsäure entwickelt. Diese ist in großen Mengen gesundheitsschädlich. Um für eine prächtige Ernte im nächsten Jahr vorzusorgen, sollten Sie der Pflanze nun die Zeit bis zum Herbst geben, sich zu erholen. Lassen Sie die Pflanze einfach in Ruhe.

Fitness für Ihren Rasen

Im Juni sollten Sie beim Rasenmähen das frische Grün wieder regelmäßig auf vier bis fünf Zentimeter kürzen. Hierdurch verdichten und stärken sie Ihren Rasen. Da die Temperaturen im Juni wieder steigen, steht regelmäßiges Wässern auf dem Programm. Sie können Ihren Rasen auch durch das sogenannte „Mulchmähen“ schützen. Hierbei lassen Sie den Schnitt nach dem Mähen liegen, um so die Feuchtigkeit im Boden zu erhalten. Auch wird der Rasen auf diese Weise gedüngt. Sollten Sie jedoch den Rasenschnitt nicht liegen lassen wollen, können Sie mit dem Schnitt alternativ die Beete und Rabatten mulchen.

Wild-/Unkraut nicht aus dem Auge verlieren

Bei den warmen Temperaturen wachsen nicht nur Sommerblüher besonders gut, sondern auch Wild-/Unkräuter, wie Hirtentäschel oder Vogelmiere. Sie sollten deshalb regelmäßig darauf achten, die Wild-/Unkräuter zu entfernen und die Erde aufzulockern. Nur so verhindern Sie ein Ausbreiten der ungeliebten Pflanzen. Insbesondere die neu gepflanzten Gehölze müssen Sie besonders vor gierigen Wild-/Unkräutern schützen. Viele kräftige Arten wie Quecke oder Giersch breiten sich schnell aus und nehmen den Jungpflanzen zu viele Nährstoffe weg.

Schädlinge wie Schnecken im Zaum halten

Schnecken können im Sommer eine Plage werden. Wer frühzeitig die ersten dieser Plagegeister erfolgreich bekämpft, verhindert ein Ansteigen der Population und schützt gleichzeitig die noch zarten Jungpflanzen vor Befall. Eine natürliche Barriere können Sie durch eine breite Schicht von Holzhäcksel oder ähnlich lose und kantige Hindernisse schaffen. Hierdurch erschweren den Schnecken den Zugang zum frischen Grün.

Auch andere Schädlinge, wie die Möhrenfliege beginnt im Juni verstärkt wieder ihr Unwesen und bedrohen bald die ausgesäten Karotten. Auch hier kann das Anlegen einer Mischkultur Abhilfe schaffen. Durch das Anpflanzen von Schnittlauch in direkter Nachbarschaft wird das knackige Gemüse geschützt, da dies die Schädlinge vertreibt. Alternativ können Sie durch das Auflegen eines Netzes gleich nach der Aussaat den Befall verhindern.

Schutz Ihrer Blumen und des Gemüses durch nützliches Getier

Nicht nur durch Mischkulturen oder Netze können Sie Ungeziefer aus dem Garten vertreiben. Auch nützliches Getier wie Marienkäfer, Florfliege, Biene oder Igel sind unablässig Helfer gegen das Ungeziefer im Garten. Indem Sie den Nützlingen helfen und diese schützen, stellen Sie eine effektive Gartenpolizei auf. Diese Nützlinge können Sie durch das Errichten eines Insektenhotels oder dem Bauen einer Igelburg einladen, sich in Ihrem Garten anzusiedeln. Ein effektiver Helfer gegen Blattläuse sind Meisen. Diese helfen ebenfalls, beispielsweise an Rosen oder in Obstbäumen, den Befall abzubauen. Hängen Sie hierzu einfach einen Meisenkasten in Ihrem Garten auf. So laden Sie diese Tiere ein, in Ihren Garten einziehen.

Schutz Ihrer Blumen und des Gemüses durch nützliches Getier

Zum Bestäuben der Obstbäume und Blumen sind Bienen und Hummeln unerlässlich. Hummeln können Sie mit einer sogenannten Hummelburg einladen, sich in Ihrem Garten heimisch zu fühlen und einzuziehen. Stellen Sie diese in einer ruhigen Gartenecke einfach auf den Boden. Die in diesem Betrag angesprochenen Behausungen für Nützlinge aller Art können Sie selbst bauen oder im Fachhandel oder über den Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) beziehen .

Sträucher und Hecken durch Formschnitte in Form bringen

Von Juni bis August sollten Sie Ihre immergrünen Gehölze und Hecken, wie Buchsbaum, Zypresse oder Lorbeer, mindestens einmal mit einem Formschnitt in Form schneiden. Der beste Zeitpunkt hierfür ist Ende Juni, denn dann haben die Gehölze ihr größte Wuchszeit hinter sich gebracht. Der von Ihnen ausgeführten Schnitt bleibt dann größtenteils erhalten. Sie sollten jedoch wegen der brütenden Vögel nur Formschnitte vornehmen. Mehr ist auch in der sogenannten Brut und Setzzeit, die im Juni beginnt, auch nicht erlaubt. Wenn Sie das Geäst ausdünnen, besteht die Gefahr die Nester oder die Tiere selbst zu schädigen.

Die Zeit frische Kartoffeln zu ernten

Im Juni können die ersten Kartoffeln des Jahres geerntet werden. Frühkartoffeln werden bereits im April gesteckt und können, sobald sie abgeblüht sind, geerntet werden. Zur gleichen Zeit können die Spätkartoffeln gesteckt werden. Sie sollten jedoch darauf achten, diese an eine Stelle zu setzten, wo zum Beispiel zuvor Kohlrabi geerntet wurde. Hierdurch entstehen zum einen keine Lücken. Zum anderen ist dies aber auch wichtig, um den Nährstoffgehalt im Boden zu erhalten. Achten Sie daher grundsätzlich darauf, die Fruchtfolge und pflanzen zu wechseln. Pflanzen Sie nicht die gleichen Gemüsesorten an die gleiche Stelle wie im Jahr zuvor. Wechseln Sie jedes Jahr den Platz. Hierdurch wird auch eine Ausbreitung und ein neuer Befall von Schädlingen und Pilzkrankheiten verhindert, da diese meist nur eine Pflanzenart bedrohen.

Erntezeit für Zwiebeln – das richtige Ernten der Zwiebel

Sobald bei der Zwiebel das oberirdische Grün, die sogenannten Schlotten, zu welken beginnt, kann die Zwiebel samt Blättern aus dem Boden gezogen werden. Auf diesem Wege ermöglichen Sie es der Zwiebel, den Saft beim Abtrocknen in die Zwiebel zu ziehen.

Unterstützen Sie die Johannisbeere

Johannisbeerpflanzen gibt es als Strauch oder mit Stamm. Sollten Sie im Garten ein Johannisbeer-Hochstämmchen haben, ist es nunmehr unerlässlich, die Wurzelschosser und unerwünschte Triebe am Stamm wegzuschneiden. Dies sollten Sie regelmäßig tun. Als Wurzelschosser werden die Triebe bezeichnet, die neben der Pflanze aus dem Boden wachsen und direkt aus den unterirdischen Wurzeln treiben. Da die Stämmchen meist zu schwach sind, um die vielen Früchte in der Reifezeit zu tragen, sollten Sie die hochstämmigen Arten spätestens jetzt mit Pfählen stützen. Um die Gewächse nicht zu beschädigen, ist es am günstigsten die Pfähle gleich beim Pflanzen zu setzt. Mehltaufreie und geschmackvolle Johannis- und Stachelbeersorten lassen sich im Übrigen zur Reifezeit am besten durch Stecklinge vermehren. Als Stecklinge (auch Stopfer, Steckreis, Steckhölzer oder Fechser) bezeichnet man, im Unterschied zum natürlichen Trieb (Ableger), die zwecks vegetativer Vermehrung geschnittenen Sprossteile von Pflanzen. Diese werden in ein Kultursubstrat gesteckt, damit er eigene Wurzeln schlägt und sich dann zu einer neuen, selbstständigen Pflanze entwickelt.

Das Beschneiden und Befreien der Süßkirsche und ernten der Früchte

Ende Mai bis Mitte August, den sogenannten sieben Kirschenwochen, werden die leuchtend roten Früchte geerntet. Die Süßkirsche wird in den meisten Fällen immer als Erstes reif. Daran anschließend folgen dann die sauren Sorten. In der Erntezeit können Sie die in die Kirschbäume gehängten Gelbtafeln, die als Schutz gegen Kirschfruchtfliegen dienen, wieder abnehmen. Diese Tafeln helfen nur in den wenigen Wochen, in denen die Schädlinge ihre Flugzeit haben. Dies ist in der Regel der Fall, wenn die Kirschen noch unreif sind. Zur Erntezeit sind diese Schädlinge jedoch nicht mehr aktiv. Entsorgen Sie die verbrauchten Fallen und auch madige Kirschen nicht auf dem Komposthaufen, sondern geben diese am besten in den Restmüll. So vermeiden Sie eine Verbreitung der Maden an dieser Stelle. Sobald die Ernte der Kirschen abgeschlossen ist, werden die Zweige der Obstbäume ausgelichtet. Vergessen Sie auch nicht in der warmen Jahreszeit dem Obstgehölz viel Wasser und viel Dünger zu geben. Die Pflanzen brauchen dies, um sich von den Strapazen der Fruchttreibung zu erholen und danken es Ihnen im kommenden Jahr mit einem üppigen Wuchs und guten Ernteerträgen.

Das Beschneiden und Befreien der Süßkirsche und ernten der Früchte

Verbesserung der Blüte bei Blumen durch abzupfen

Die bei uns beliebten Blumen, wie Petunien, Geranien, Fuchsien und Löwenmäulchen, blühen bereits im Juni prächtig. Damit die Pflanze weiter Blüten treibt, sollten Sie verwelkte Blüten regelmäßig abzupfen oder abschneiden. Ebenfalls sollten Sie welke Blätter entfernen, um so das Wachstum der Pflanze zu fördern. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass Sie die Gefahr einer Pilzerkrankung vermindern. Vergessen Sie auch nicht, diese Pflegeeinheiten bei den Kübelpflanzen durchzuführen.

Einjährige und zweijährige Blumen aussäen

Viele Blumen, wie beispielsweise der Staudenmohn, verschwinden im Juni vollständig. So entstehen wieder oder sind noch Lücken im Beet, die Sie jetzt durch nachsetzen von neuen Pflanzen schließen können. Alternativ bietet es sich an, hier einjährige Pflanzen, wie die Ringelblume, Kornblume, Eisbegonie, Tagetes, Buntnessel, Zinnie, Goldlack oder Sonnenblume, oder zweijährigen Blumen, wie Veilchen, Stiefmütterchen oder Bartnelken, auszusäen. Hilfreich für eine bessere Übersicht im Garten ist es, die ausgesäten Pflanzen durch Markierungen zu kennzeichnen. Sollte Ihnen jedoch das aussäen zu lange dauern, so können Sie auch bereits vorgezogene Pflanzen in den Garten setzen. Diese sind in jedem Fachhandel als auch in gut sortierten Kaufhäusern erhältlich.

Die fortgesetzte Rosenpflege ist jetzt besonders wichtig

Wildtriebe, die aus dem Boden sprießen, müssen bei Rosen gründlich entfernt werden. Diese erkennen Sie an ihren kleinen Blättern. Aber auch die Kletterrosen, wie die Rosensorte „Symphatie“, benötigen Ihre Hilfe. Diese können mit einer entsprechenden Rankhilfe hohe Hauswände überwinden. Binden Sie die Rosen mit Hilfe von Sprossen an, um diese zusätzlich in die richtige Richtung zu lenken. Sie können auch Ende Juni beginnen, Ihre Rosen zu veredeln oder veredeln zu lassen. In dieser Zeit beginnt die Hochblüte und ist der beste Zeitpunkt, um schöne und robuste Sorten mit jungen kräftigen Pflanzen zu vereinen.

Pflege der Stauden

Ihre Blüten- und Blattstauden laufen jetzt zur Hochform auf. Zwar haben diese das ganze Jahr über Saison und bringen fröhliche Farben in den Garten. Die Pflanzen, die jedoch mehrjährig sind und immer wieder kommen, weisen krautartige Stängel auf, die in den seltensten Fällen verholzen. Auch wenn es schwer fällt, sollten manche Stauden noch während der Blüte beschnitten werden. Zwar opfern Sie den Blütenflor, was aber einen Zweck erfüllt. Schneiden Sie zum Beispiel die Katzenminze bis zur Sommersonnenwende zurück, so kann es eine zweite Blüte geben. Dieser Zeitpunkt sollte aber nicht überschritten werden, da die Pflanze ansonsten all ihre Kraft für die erste Blüte verwendet und es verbleiben keine Ressourcen mehr für eine zweite Entwicklung.

Die Pflege der Balkon- und Kübelpflanzen

Pflanzen in Kübeln und Balkonkästen brauchen nunmehr eine regelmäßige Düngerzugabe. Dies kann durch einen Langzeitdünger oder durch die Zugabe eines Flüssigdüngers beim Gießen erfolgen. Vergessen Sie nicht, die verkrustete Erde wieder auflockern. Dies kann einfach mit einer Unkrautkralle oder einer Küchengabel erfolgen. Durch diese einfache Maßnahme erreichen Sie, dass die Erde wieder besser Wasser aufnimmt und diese länger speichern kann.

Was ist bei Wandelröschen, Bougainvillea und Engelstrompete zu beachten?

Wandelröschens bilden nach der Blühte Beeren aus, die Sie entfernen sollten. Dies fördert, dass die Pflanze weiter kräftig blüht. Ebenfalls sollten Sie bei der Schmucklilie die verblühten Triebe, für eine Förderung der Blühte, am Ansatz abschneiden. Pflanzen, die sehr schnell wachsende Triebe haben, wie die Kreppmyrte, können regelmäßig eingekürzt werden, was die Pflanze kräftigt und einem Formschnitt gleichkommt. So können Sie auch mit den, aus der Form geratene, Zierpflanzen vorgehen. Diese werden einfach nur nachgeschnitten. Anders ist mit der Bougainvillea umzugehen. Die Triebe der Pflanze sollten nach der Blüte um gut zwei Drittel zurückgeschnitten werden. Die beliebte Engelstrompete liebt hohe Luftfeuchtigkeit und verträgt keinen Standort in der prallen Sonne. Sie sollten diese daher öfter abduschen.

Anlegen eines Kräuterbeetes im Juni

Die typische Zeit einen Kräutergarten anzulegen ist Ende April / Anfang Mai. Sollten Sie dies noch nicht angelegt haben, beginnen Sie spätestens im Juni damit. Hier können noch Kräuter wie Petersilie, Basilikum, Bohnenkraut und Majoran ausgesät werden. Die verlorene Zeit können Sie jedoch mit vorgezogen Pflanzen aufholen. In jedem gut sortierten Fachhandel sind noch Rosmarin, Basilikum, Salbei oder Thymian als Containerpflanzen zu erhalten. Sie sollten dabei lieber auf Discounter-Ware verzichten, da diese Pflanzen meist hochgezüchtet sind und den Hobbygärtner häufig nur kurze Zeit erfreuen.

Kräuterbeet und Kräutergarten im Juni

Pflege des Kräutergarten

Damit mediterranen Kräutern wie Thymian, Salbei, Lavendel und Rosmarin dichter wachsen, sollten Sie bei diesen am besten regelmäßig die Triebspitzen entfernen. Auch bei Kräutern wie Basilikum und Koriander lohnt sich der Rückschnitt ebenfalls. Die abgeschnitten Kräuterspitzen lassen sich auch sehr gut einfrieren, wenn Sie diese nicht vollständig in Ihrer Küche verbrauchen können. Nach dem Schnitt verzweigen sich die Pflanzen besser und bilden mehr aromatische Blätter aus. Beginnen Basilikum und Salbei Blüten zu bilden, können Sie diese ruhig stehen lassen, da diese bei Bienen und Hummeln hoch im Kurs stehen.

Pflege der Pflanzen im Gartenteich

Auch der Gartenteich bedarf im Juni der Pflege. Sie sollten nun das biologische Gleichgewicht überprüfen. Neue Pflanzen werden jetzt in die Wasserfläche eingesetzt und es ist die beste Zeit, bestehende große Wasserpflanzen zu teilen. Um die Sauerstoffbalance im Gewässer zu erhalten, sollten Sie das in den Teich gefallene Grünzeug des Gartens abfischen. Die faulenden Pflanzenteile stören die Sauerstoffbalance, sodass Ihre Fische ersticken können. Wenn Sie die abgefischten Blätter jedoch erst einmal neben dem Teich liegen lassen, können die ebenfalls mit abgefischten Wassertiere wieder in das Wasser kommen.

Die Pflege im Gewächshaus im Juni

Damit Endivien und Herbstblumenkohl Mitte Juli ausgepflanzt werden können, sollten Sie ab Mitte Juni mit der Anzucht im Rion Gewächshaus beginnen. Im Juliana-Halls Gewächshaus können Sie natürlich ebenfalls noch weitere Kräuter und Gemüse vorziehen. Aber auch viele zweijährige Blumen, wie zum Beispiel Bartnelke, Marien-Glockenblume, Stockrose und Vergissmeinnicht, können jetzt im Gewächshaus vorgezogen werden.

Im Wesentlichen ist der Monat Juni im Gewächshaus die Zeit der Pflege. Die bereits eingesetzten Tomatenpflanzen müssen ausgegeizt, das heißt die Nebentriebe entfernen, und die wachsenden Triebe an Stäben oder Schnüren befestigt werden. Dies stützt die Pflanze, da die Früchte in der Reifezeit besonders schwer werden. Bei den Gurken- und Paprikapflanzen sollten Sie ebenfalls aus dem gleichen Grund so verfahren. Paprika- und Tomatenpflanzen, die im Mai eingebracht wurden, sollten nunmehr im Gewächshaus belassen werden, da es für Sie bereits zu spät ist, ins Freie gesetzt zu werden. Sie sollten regelmäßig die welken Blätter entfernen und die Pflanzen ausreichend bewässern sowie düngen. Grundsätzlich ist es erforderlich die Feuchtigkeit des Bodens zu prüfen, da ein Übergießen und Überdüngen einen gegenteiligen Effekt nach sich zieht. Gießen Sie die Pflanzen nach Möglichkeit nur in dem Wurzelbereich. Eine sehr hilfreiche Methode ist die Tropfbewässerung, da sie hilft Wasser zu sparen und für ein trockenes Klima sorgt. Die meisten Pflanzen, mit Ausnahme der Tropenpflanzen, danken Ihnen das, da sie dann weniger von Pilzkrankheiten befallen werden.

Aber nicht nur Ihre Pflanzen fühlen sich im Gewächshaus wohl, sondern auch viele Schädlinge. Sie müssen daher alle Pflanzen im Gewächshaus regelmäßig kontrollieren. Bei der Schädlingskontrolle sollten Sie sich auch die Blattunterseiten anschauen. Hier siedeln sich Schädlinge, wie Spinnmilben, Weiße Fliege oder Blattläuse gerne an. Sollten Sie einen Befall feststellen, müssen Sie diesem jetzt mit der biologischen Schädlingsbekämpfung entgegenwirken. Mit der biologischen Schädlingsbekämpfung werden Nützlinge im Gewächshaus ausgebracht, die man bei Nützlingsproduzenten kaufen kann. Haben sich die Schädlinge bereits stark ausgebreitet, sollte Sie sich mit umweltverträglichen Pflanzenschutzmittel behelfen. Eine entsprechende Beratung erhalten Sie in jeder Gärtnerei oder im Fachhandel. Halten Sie sich beim Einsatz der Pflanzenschutzmittel unbedingt an die beiliegende Anleitung.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen im Gewächshaus

In der warmen Jahreszeit steigen die Temperaturen im Gewächshaus stark an. Um ein verbrennen der Pflanzen zu verhindern, müssen Sie das Gewächshaus gut belüften. Auch ein Verschatten ist hierbei sehr hilfreich.

Als Zubehör für Ihr Gewächshaus empfehlen wir:

Weiterführende nützliche Informationen: 


Bilder: K.-U. Häßler – stock.adobe.com | pusteflower9024 – stock.adobe.com | Ricochet64 – stock.adobe.com | StefanieB. – stock.adobe.com | Daniel Berkmann – stock.adobe.com

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